Aktuelles an der Diedrich-Uhlhorn-Realschule
#weremember - Internationaler Holocaust-Gedenktag
Am 27. Januar 2020 jährte sich die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz zum 75. Mal. Seit 2005 begehen wir weltweit an diesem Datum den Internationalen Holocaust-Gedenktag.
Auch die Schülerinnen und Schüler der Diedrich-Uhlhorn-Realschule haben sich zu diesem besonderen Anlass aktiv eingebracht. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule besuchten sie den Alten Jüdischen Friedhof in Wevelinghoven und verlasen dort die Namen der über 200 Grevenbroicher Opfer des Holocausts. Dabei legten sie, der Jüdischen Tradition folgend, Steine als Symbol für die Ewigkeit am Mahnmal nieder.
Weihnachtsbasar und Tag der offenen Tür 2019
Zahlreiche Besucher nutzten beim Tag der offenen Tür die Gelegenheit, sich über das vielfältige Schulleben an der DURS zu informieren und sich beim Weihnachtsbasar in der Aula mit kleinen oder auch größeren Geschenken einzudecken. Dort gab es u.a. Schneemänner und Schneemannsuppe, Weihnachtsgestecke, Kuchenmischungen im Glas, ausgefallene Lichtobjekte, Schlüsselanhänger, selbstgemachte Schokocrossies, Lebkuchenhäuser u.v.m.
In der gut besuchten Cafeteria, die von den Klassen 10 organisiert wurde, gab es neben Kaffee und Kuchen auch ein reichhaltiges Frühstücksangebot, welches das Team vom Gesunden Frühstück vorbereitet hatte. Auch am Waffelstand war der Andrang sehr hoch.
Im Musikraum waren alle Besucher eingeladen, gemeinsam mit der Klasse 7a Weihnachtslieder zu singen. Im Chemieraum gab es Stockbrot, im Biologieraum wurde mikroskopiert und im Physikraum experimentiert. Im Technikraum wurden Holzarbeiten präsentiert und im Informatikraum waren Roboter zu sehen.
In der Turnhalle fand das Völkerballturnier der 6. Klassen statt, das die 6c für sich entscheiden konnte.
K9 Suchhundeteam in der DURS
Am 21.11. 2019 bekamen die ehemaligen Schülerinnen und Schüler der Schulhund AG ein besonderes Event geboten. Die Basic K-9® TrailTrainerin Michaela Schilling und ihre Kollegin Marion Wittgen-Hüren informierten die interessierten Schülerinnen und Schüler über ihre Suchhundearbeit.
Berufsbörse an der Diedrich-Uhlhorn-Realschule
Vergangenen Samstag fand die jährliche Berufsbörse für die Neuntklässler statt.
An zahlreichen Ständen von außerschulischen Partnern und engagierten Eltern konnten sich die Schüler über verschiedene Firmen, Ausbildungsberufe und Berufszweige informieren.
Auf dem Weg zum eigenen Beruf unterstützen die persönlichen Gespräche die Entscheidungsfindung maßgeblich und sind ein wichtiger Baustein der Berufswahlorientierung an der Diedrich-Uhlhorn-Realschule.
Als zertifizierte " Schule gegen Rassismus - Schule mit Courage" möchten wir über die Vorfälle in Halle folgendes zum Ausdruck bringen:
Die Tat in Halle macht uns alle fassungslos!
Wir schämen uns dafür,
dass unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger
wieder in Angst und Schrecken leben müssen.
Als Schule gegen Rassismus stellen wir uns engagiert
gegen jede Art von rechter Gewalt!
Sie hat bei uns keinen Platz!
Wir haben NULL BOCK AUF NAZIS!
Die gesamte Schulgemeinschaft
Coffee Day 2019
Der Coffee Day 2019 am 01.10.2019 "fair"süßte dem Lehrerkollegium der DURS den Schulalltag mit fair gehandeltem Kaffee und süßen Beilagen wie Kekse und Schokolade.
Expertengespräche an der Diedrich-Uhlhorn-Realschule
In der Jahrgangsstufe 8 startete am 9.10.2019 das erste Expertengespräch. Die Begegnungen der Schülerinnen und Schüler mit Menschen aus den verschiedensten Berufen helfen bei der eigenen Berufswahlorientierung und ermöglichen niederschwellig Fragen an Experten für ihren Beruf in der gewohnten Umgebung der Schule zu stellen.
Frau Erika Mühlmann, Leiterin eines Kindergartens im Ruhestand ist unserer Schule durch die jahrelange, ehrenamtliche Begleitung der Gedenkstättenfahrten nach Auschwitz bereits verbunden und kam gerne zum Auftakt der Veranstaltungsreihe. Sie berichtete aus ihrem früheren Arbeitsalltag, zeigte Einstiegsmöglichkeiten in den Beruf auf und lockerte das Gespräch mit einem Sprachspiel aus dem Kindergarten auf, das auch bei den Schülerinnen und Schülern noch für gute Laune sorgte.
Wenn sich der Konzeptansatz bewährt, ist ein Ausbau der Gesprächsreihe auch in anderen Jahrgangsstufen geplant.
Zeitzeugin des Holocausts berichtet aus ihrem Leben
Die Aula der Diedrich-Uhlhorn-Realschule war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Elzbieta Podbielska vor den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 10 anfing aus ihrem bewegten Leben zu berichten.
Die 74-Jährige erzählte von ihrer Mutter, die mit 19 Jahren schwanger als politische Gefangene in das Konzentrationslager Auschwitz II verschleppt worden war. „Sie hatte so schöne Haare, dass man sie ihr nicht wie sonst üblich bei der Ankunft im Lager vollständig abschnitt. Sie durfte einen Pony behalten.“ Das konnte aber auch nicht verhindern, dass sie im Lager nicht mehr als eine Nummer war. Sie erhielt die Nummer 88220, musste aber aufgrund ihrer Schwangerschaft nur leichte Arbeiten verrichten.
„Zu essen gab es nur eine Kelle lauwarmes Wasser mit einem Stückchen Brot“, führte die Zeitzeugin über die Lebensumstände ihrer Mutter aus.
Schließlich gab die SS das Lager Auschwitz auf und Elzbieta Podbielska kam auf einem der sogenannten Todesmärsche der SS in Richtung Westen zur Welt.
Tief beeindruckt von den Ausführungen Podbielskas und auch ihren mitgebrachten Bildern nutzten viele Schülerinnen und Schüler im Anschluss an den Vortrag die Gelegenheit Fragen zu stellen.
„Das ist Geschichte zum erleben und ergänzt den Geschichtsunterricht in der Jahrgangsstufe 10 in idealerweise“, resümierte Sebastian Potschka, Geschichtslehrer und Initiator der jährlichen Veranstaltung. Und Schülersprecher Robert Borek ergänzte: „Wer weiß, wie lange es überhaupt noch die Gelegenheit gibt, Zeitzeugen live zu erleben.“
Gemeinsam mit dem Maximilian-Kolbe-Werk aus Freiburg, das sich um finanzielle und medizinische Unterstützung für Opfer des Nationalsozialismus in Osteuropa bemüht, ist es möglich, Zeitzeugen aus Polen ins Rheinland zu holen und in die Schule einzuladen.
Zum Abschluss der Veranstaltung lud Podbielska alle Schülerinnen und Schüler herzlich nach Warschau ein, das zu ihrer Heimatstadt geworden. „Die Stadt wurde wieder so aufgebaut, wie sie vor dem Krieg aussah. Kommt mich gerne dort besuchen!“